Walter Fröhlich: De Fäschtakt |
Hermann Burte: Glauben, Hoffnung, Liebe |
Mariele Loy: Zeiche setze... |
Hugo Kirner: D’ Natur isch ’s Bescht
Neilich hond se,
wie sich’s ghert,
im fäschtlich gschmickte Saal
en Hochverdiente firchtig g’ehrt,
fir mi war’s weng ä Qual.
Schtucke siebe,
acht hond gschwätzt,
und jeder grausig lang,
absichtlig hond’sen iberschätzt,
do denksch, schtand uf und gang!
Kasch oft it
mache, wa de witt,
des hett saumäßig gschtört.
Du wosches, Mensch, des goht doch it,
bliibsch hocke, wie’s sich ghört.
Denn endlich war
die Ehrerei,
zwei Schtund war scho weng vill,
zugueterletscht denn doch vorbei,
die Lobmaschii schtoht schtill.
Jedoch bevor de
Zirkus aus
und weil mer’s halt so macht,
kiegt d Frau denn no en Bluemeschtrauß,
sie wird weng rot und lacht.
Etz schtoht mer
rum und schwätzt mitnand
und kriegt ebbs geg de Durscht,
ä Mädle reicht mit sanfter Hand,
so Brötleszeigs mit Wurscht.
I hon uf Käs un
Lachs rum kaut,
und s Mädle schenkt mer ei,
denn hon i mei Krawatt versaut,
des hett it möße sei.
Des Mädle hot so
herzig guckt,
i schpür’s und wer weng rot,
do hon i mi ufs mol verschluckt,
Lachs war grad uf em Brot.
I glotz des Kind
a, wie en Frosch,
hon denkt, du gfallsch mer halt.
Do keit de Lachs mir us de Gosch,
Maa, etz wirsch aber alt!
Des git mer denn
scho weng en Knax,
kasch sage wa de witt,
entweder Mädle oder Lachs,
nu beides goht halt it.
In Zukunft woß i
etz genau
und merk mir des au schwer:
mer guckt it noch‘ere schäne Frau
und frißt no näbeher!

Euse Glaube,
dasch der Mond am Himmel,
Wo so rueihig abeschiint un mahnt
Aim an selli Haimeth ob em Gwimmel,
Wo me nie cha fasse, aber ahnt . . .
D’Hoffnig isch e
zaarde Regeboge,
Zeichnet uf der dunkle Wulkewand.
Ammig simmerem ergegezoge,
Hän en welle griife mit der Hand.
Aber d’Liebi,
dasch die goldni Sunne,
Wo so heerlig in de Himmle stoht,
Alles Lebe quillt us ihrem Brunne,
Ohni sie weer alles ewig dot.
Ohni d’Sunne
glänzt kai Regeboge,
Ohni d’Sunne schiinti nie kai Mo . . .
Ohni d’Liebi isch kai Himmel zoge,
Isch kai Hoffnig un kai Glaube do.

Asphalt, Beton,
Pflasterstei,
Teer in jedre Ritze
Un do sieh n i heidenai,
e geele Daische blitze.
Autogstank un
Uuspuffgas,
Krach un Lärm un Hitz,
des isch kei Platz für Grien un Gras,
do wachst wirkli nix.
Un doch hät do
en Löbezahn
en Spalt zum Kieme gfunde.
Un jetzt blüeht er, s isch en Wahn
an helle Sunnestunde.
Für wen, für was
tuet er so strahle?
S luegt jo niemer hi!
Villicht will er an dere kahle
Stross en kleine Liechtblick sii.
Will zeige, daß,
wu s trostlos isch,
sich s lohnt e Zeiche setze.
Villicht Du zmols de Liechtblick bisch,
fang a demit, nit morn, glii, jetze!

Bisch no nit
z’alt,
dann gang in de Wald,
los uf de Wind,
wie früehjer als Kind.
Die Rueh tuet ‘r
guet,
e kriegsch wieder Muet,
de fühlsch di geborge
un frei vo de Sorge.
De hörsch d’
Vögeli singe
un wottsch grad springe.
