Hans Flügel: Umweltverschmutzung |
Werner
Ohm: E Müsli | Otto Meyer: Tribelweiger
|
Helmut Heizmann: De Messebsuech
Umweltverschmutzung
Hans Flügel (Singen)
De Wald ischt au
mir
und e bitzele dir,
und selle Büchse vum Bier,
die lond mir schtoh,
sie wared nämlig letscht Woche scho do.
Sell Bächle dürt
dibe,
s ischt it übertribe,
des ischt au mir
und e bitzele dir,
und die Büchse vum Bier
dürt wiiter hinne,
die lond mir dinne.
Die hät so e Sau,
ich wosses genau,
nu ha ich nünt gseit,
scho vorig Monet in Bach inekeit.
Kom Mensch kasch
meh traue,
alls mond si vesaue
und dänn au no wie;
simmer froh, daß mir it so sind wie die.

E Müsli
Werner Ohm (Weil a. Rh.)
Es hän sich ame
Nomiddag
e baar Kollege troffe
un hän mitnander Schlag uf Schlag
drufane einer gsoffe.
Un zobe sin si
au nit heim
zue ihre Fraue esse;
in some Fall bassirt das eim;
do cha me das vergesse.
Spot in dr Nacht
erscht fallt s ’ne i,
sich uf de Heimweg z mache.
Ein sait: „I wott e Müsli sii!“ –
Die andere mien lache.
Si froge-n-en, die liebe Lüt,
wie s mit em Müsli gmeint sig. –
Är sait: „Mi Frau förcht sich vor nüt,
do isch e Müsli s einzig!“

Tribelweiger
Meyer, Otto, (Endingen a.K.)
D Nebelschwade
kumme schtärker,
am morge-friah isch’s viemol so –
allewil merkt mr des ärger:
s goht nimmi lang – dr Herbscht isch do!
Jetz hofft mr
frilig s Bescht fir d Rebe,
e gattig Schpotjohr wär nit schlecht,
viellicht goht aü nit meh drnebe,
no wird dr Herbscht scho wieder recht.
Si hän’s no
netig do un dert:
d Tribel sotte weige!
Teilwis sin si no ’weng hert –
Kei Angscht . . . ’s wird sich bal zeige!
Mr frait sich ab dr Sunnegluat
un kann sich nit beklage;
des Wetter isch fir d Tribel guat –
si kenne’s no v’rtrage!

De Messebsuech
Heizmann, Helmut (Gengenbach, OG)
I war uf de
Mess-
nit wil i ebs bruch,
au nit wegem Streß-
nit wil i ebs suech;
mol nur so, zum
Gugge,
i loß mer do Zit.
Bim Schiebe un Drucke
triffsch ase viel Lit.
Was isch denn
hit los,
gits ebs umesunscht?
Die schiebe mi blos-
ebbis z’ sähn wär e Kunscht.
I rett mi ins
Bierzelt,
find au glich e Platz,
hätt gern glich e Bier b’stellt-
doch alles fir d’ Katz.
„Sie miin erschd
do dribbe
e Bong hole gehn,
fir den wird do hibbe
dann ’s Bier usgähn.“
Was, nomol zwei
Schlange,
des verläb i nit,
na bin i halt gange;
des wars dann fir hit.
