Armin Holzer: Summerwind
| Johannes Kaiser: Wenn i furt bi
| Wendelinus Wurth: noch me gwitter
| Margot Müller: D' Lieäbi
Summerwind
Armin Holzer
(aus:
I
mag di, mog di, mig di)
Wie gern gspür ich de Summerwind,
wie si Atem liicht
über mini Stirne striicht
als sei ich si Kind.
Wie gern gspür ich de Sunneschii,
e samtig-weichi Hand
duuscht mi winterschweres Gwand
gege Siide i.
Wie gern gspür ich di Herz un denk:
S schlagt ruehig us tiefem Grund,
wo alli Lieb drin z' bliehje kunnt
wie e Himmelsgschenk.

Wenn i furt bi
Johannes Kaiser
(aus:
I
mag di, mog di, mig di)
Wie de Liib vibriert
noch em e Dag uf em See
as wäre d' Welle no do
spür i di Huuch
alls wiiter
Unsi gspurte Gsichter
nebenenander
luege vorus
ins gliichlig Stuck verwachsene Weg
un doch mueß eins im andere
si Spiegel si
wie det i suscht so
dini wiite Ärm vo Auge
gegenüber
zärtlich spüre
durch un durch
Kei Land
het Chraft gnueg
aß es alli Sinn
devo det neh
vo dir

noch me gwitter
Wendelinus Wurth
(aus:
I
mag di, mog di, mig di)
du sihsch
e räängeboge
ich sih
e räängeboge
mir sehne zwei
in einem

D' Lieäbi
Margot Müller
(aus:
I
mag di, mog di, mig di)
Mr kann si sich nit us dä Finger suuge
Mr kann si sich nit us dä Rippe schniede,
Mr mueß si schu selber
Erlebe
Erspüre
Erliede.
