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Gertrud
Rychlik |
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Biografie:
So schrieb Gertrud Rychlik:
Bi am 24.6.1920 in Öflingen/Wehr gebore. Ha d Volksschuel gmacht, wär gern uf s Gymnasium gange wege de guete Zeugnis, aber ha e kranke Mueter gha und die han i möße vesorge.
Aber scho vor dem Krieg han i mittere Gruppe als volkstümliche Obed gmacht, uffem Dinkelberg und au uffem Hotzewald. Alles in alemannisch, au Theater. Ich bin nochem Tod vu minere Mueter Febr. 1940 bald in de Warthegau gange,
ich ha dört später 1943 no 3 Semester Kunstgewerbe g’lehrt, do bin i spöter als Werklehrerin in große Latzerett gange für Schwerverwundeti, bis de Krieg vorbei gsi isch. No hani im Juli 1945 ghürotet, denn mi Ma war au
Werklehrer im Latzerett. Denn der war Holzbildhauer vo Beruef.
Mir henn denn agfange Schnitze, Grabkreuze, Geschenkartikel usw. 1950 sind derno die Verein Verein cho mit Maskenaufträge. Da mi Ma no arbeitstätig war, ha ich
em halt no gholfe nebebei mit de Maske z schnitze. Do honi dört scho manches Gedicht gmacht bi de Arbet. Bi de Verein hani die vortreit. Und wo mi Ma gstorbe isch 1975, hani halt wieder gschnitzt, well viel Maske hen welle. Zum
Glück hettmer de Sohn gholfe, die schwersti Aarbet use z’haue und ich ha denn d Gsichter gmacht, alli Sorte, schöni und wüeschdi. Bis i au nümmi ha chönne.
Aber die ganze Johr dure mi Läbe lang hani viel dichtet, aber
leider ghei Geld gha, mir e Büechli oder e Buech z’mache lo, wills Geld eifach it glängt hett. Ich ha au in Hochdütsch e paar sehr schöni Gedicht gschriebe, aber s’meischd isch alemannisch. Bi immer no tätig bi de
Muettersproch-Gsellschaft, bim Altewerk und de Verein bim schwätze. Woni nümme ha chönne schnitze, hani mini Puppewägeli a’gfange vom chleinschde bis zue Straußeeier. Des macht mer hüt no viel Freud und gibt halt Abwechslung.
Und denn macht mer halt de Blumegarte rund ums Hus e bsundere Freud. Und solang ich das no gnieße cha, isch mers Lebe no lebenswert und do vegißt me halt d Schmerze.
Gertrud Rychlik ist im Jahr 2010
gestorben.
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