Badische
Zeitung, Ettenheim, 15. April 2009
Alemannisch verbindet
ETTENHEIM (bw). Die
Muettersproch ist wie ein alter Mantel, der immer wieder
und immer noch passt. Die alemannische Heimatdichterin
Margot Müller aus Fessenbach bekannte sich mit diesen
Worten beim Stammtischabend der Muettersprochgruppe
"Rund um de Kahleberg" zum heimatlichen Dialekt.
Die Vorsitzende der Muettersprochgruppe Christel Mösch
begrüßte den Gast, der sich erfreut über die zahlreich
anwesenden Mitglieder zeigte. Mit besonderer Freude
bemerkte sie, dass auch Mundartfreunde aus dem Elsass
gekommen waren.
Ihre Vorträge gestaltete Margot Müller teils in Prosa,
teils in Gedichten und zeigte in einem Zwiegespräch
zwischen Theo und Leo auf, wie man in der Muttersprache
mit wenigen Worten viel sagen kann. Sehr schön hatte sie
ihre Kindheitserinnerungen an ihren Vater, ein
Dorforiginal alter Prägung, in mehreren Kurzgeschichten
festgehalten. Sie schilderte ihren Vater so lebensnah
und naturgetreu, dass man ihn förmlich miterlebte. Sehr
schön hatte sie das Miteinander mit unseren elsässischen
Nachbarn bei einem Besuch oder Einkauf in ihren
Geschichten verarbeitet.
Mit herzlichem Beifall dankten die Zuhörer der
Vortragenden für den gelungenen Abend. Christel Mösch
dankte Margot Müller ebenfalls und wies auf den nächsten
Stammtisch am 8. Juni in der Bummelstrauße hin.
Gleichzeitig erinnerte sie auch an die Feier zum
25-jährigen Bestehen der Mundartgruppe "Rund um de
Kahleberg" am Samstag, 20. Juni im Bürgersaal in
Ettenheim.
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