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Junge "Alemanne" im Dichter Wettstreit!

Der erste alemannische Poetryslam am vergangenen Samstag im Kurhaus in Bernau hatte nur Sieger. Die Initiatoren waren sehr zufrieden. Die Veranstaltung von Muettersproch Gsellschaft und Naturpark Südschwarzwald war schon lange vorher ausverkauft. SWR4 als Kooperationspartner saß mit im Boot, und selbst das SWR-Fernsehen brachte einen lockeren Bericht in der Abendschau für Baden-Württemberg. Es wurde bereits viel über diese neue Art von Veranstaltung gesprochen und geschrieben. Eines nur zum Schluß - Mundart lebt, auch bei jungen Menschen, und festigt durch solche Events die Aufmerksamkeit unseres schönen Dialekts..

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SWR-Aktuell "Erster Poetry Slam auf Alemannisch begeistert

"Muettersproch Gsellschaft" setzt auf Nachwuchs Erster Poetry Slam auf Alemannisch begeistert (Matthias Zeller).

Die 22-jährige Studentin Ingrid Ruesch hat in Bernau den ersten alemannischen Poetry Slam gewonnen. Sie konnte sich am Samstagabend gegen sechs andere Teilnehmer durchsetzen.

Die Siegerin des ersten alemannischen Poetry Slams im Kurhaus von Bernau im Schwarzwald (Kreis Waldshut) steht fest: Die 22 Jahre alte Studentin Ingrid Ruesch war die Nummer Eins unter insgesamt sieben jungen Mundart-Talenten.

Die Veranstaltung von "Muettersproch Gsellschaft" und Naturpark Südschwarzwald in Kooperation mit dem SWR Studio Freiburg war lange vorher ausverkauft. Die knapp 200 Zuhörerinnen und Zuhörer waren begeistert von den alemannischen Texten der sieben jungen Poetry Slamer im Alter von 14 bis 34 Jahren.
Auch SWR-Moderatorin Marion Eiche, die gemeinsam mit Jürgen Hack von der "Muettersproch Gsellschaft" den Abend unterhaltsam moderierte, zeigte sich überwältigt von der Vielfalt der angesprochenen Themen: Heimat, Natur, Krieg und Sproch.

Die verbindende Wirkung des Dialekts und die reizvollen kleinen Unterschiede der Dialekte hob der Schirmherr des Abends, Bernaus Bürgermeister Alexander Schönemann, hervor. Dann gehörte die Bühne den jungen Alemannen. Einziges Kriterium: Sie durften nur eigene Texte vortragen.

Valo Christiansen (29) setzte sich mit den Dialekt- und Sprachgrenzen auseinander und wurde vergangenes Jahr bereits beim Mundartwettbewerb der "Muettersproch Gsellschaft" ausgezeichnet. Valo Christiansen wohnt jetzt in Bochum, hat aber familiäre Wurzeln in Weil am Rhein (Kreis Lörrach): Denn der Text wechselte zwischen Hochdeutsch, Alemannisch, Französisch, Englisch, Niederländisch und Portugiesisch hin und her.

"Ich will Dich kennenlerne, jede von dine Grenze, will sie liebe, achte, ehre – wenn Du mich losch."

Der Student Dario Bednarz (24) aus Lenzkirch (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) machte sich seine Gedanken, über das was Heimat ist: Person, Gefühl, Ort.

"Heimet schliesst ii, nit us."

Sein Plädoyer ans Publikum mit Blick auf Geflüchtete gerichtet: "Helfe mit, ihne ihre neue Heimet z´finde."
Gesellschaftskritische Töne

Gesellschaftskritisch nahm Sandhya Hasswani (34) aus Herrischried (Kreis Waldshut) Themen wie Umweltzerstörung und Profitgier in den Blick, aber auch die ins Handy verliebte Jugend, die an nichts anderes mehr denkt.

Tiefgründig machte sich Ingrid Ruesch aus Freiburg ihre Gedanken über die Rastlosigkeit: "Wer kennt´s no langwielig? Geld isch Ziit, Ziit isch Geld un alli wotte beides." Später beeindruckte die junge Frau, die schon als Hebamme und Bestatterin gearbeitet hat, mit einem Text über das Loslassen, das schon ein kleines Kind lernen müsse, wenn es seine ersten Schritte mache.

Damit setzte sich Ingrid Ruesch letztlich in der Gunst des Publikums als Siegerin gegen die beiden anderen Finalisten Valo Christiansen und Dr. Haribert Schätzle durch. Alemannisch mit Augenzwinkern

Komödiantisch war der Auftritt von Dr. Haribert Schätzle, der eigentlich Fabian Bürkin (31) heißt. Er beklagte, es gebe im Badischen wenig Worte für Gefühl und führte das darauf zurück, Badener müssten nicht lieben, sie würden ja eh geliebt. Alemannische Kostproben vom Dorfleben und der Imkerei

Schmunzeln musste Bernau gleich bei den ersten Sätzen von Tabea Steinger (27) aus Müllheim-Feldberg (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald). Ihr Fazit zum Leben auf dem Dorf war, "dass jeder immer alles weiss, was de machsch und denksch un seisch."

Der jüngste Teilnehmer, der 14 Jahre alte Mika Jehle aus Efringen-Kirchen (Kreis Lörrach), hatte gleich die Sympathien des Publikums auf seiner Seite als er selbstbewusst, seinen Text auf einem Tablet in der Hand, nach vorne auf die Bühne trat. Er beschrieb, was er als junger Imker so mit seinen Bienen erlebt.

Zwischen den Auftritten der Poetry Slamer sorgten die Schopfheimer "Knaschtbrüeder" Jeannot und Christian Weißenberger mit ihren urigen Liedern aus dem Wiesental (Kreis Lörrach) für Stimmung.

Ausschnitte der Veranstaltung sendet SWR4 Baden-Württemberg am 27. November von 21 bis 22 Uhr in der Sendung "Mundart und Musik".

Mundart lebt, un wie!

Mir sin jetz au uf Twitter un Instagram! eifach "Muettersproch" oder "Muettersproch-Gsellschaft" igeh. "Alemannisch" isch leider scho vergebe gsi.

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