Gedichte

Gedichtlischriwer

Huber, Erich Arnold
Wer wurd noch Gedichtli schriwe,
sonigi mit Sinn un Reim?
Der isch sicher hocke bliwe
un het s Holz nit alles dheim.

Wer wurd noch Gedichtli lese
un verstoh noch owedri?
Der isch mol bim Zitverlese
allweg bißli z langsam gsi.

So murrt s Kächlischärrers Peter
un s het Geltung, was er sait;
denn als Stadtrat kennt ne jeder,
ja, der Peter isch halt gscheit.

Iwerzwerch sin so Poete,
si vertrottle bloß ihr Zit;
Reimerei bringt kei Monete,
un die sin doch s wichtigst hit.

So ne Hungerliderlewe
jumert eim – un gar am End
sollsch si noch in Himmel hewe!
Isch so ein nit hirnverbrennt?

Rechti Ärwet sott mer dene
Traimer gäh in ihri Händ,
daß si s Brotverdiene kenne,
Heidegiggelsakrament!

Doch so Gschichtli were glese,
un d Gedichtli were druckt;
bringt s au kei Diät un Spese,
d Hauptsach isch, si were gschluckt.

Un wie s Kächlischärrers Peter
git s im Ländli meh as witt;
wie der Peter schnuddelt jeder –
Ochse lese Versli nit.

Mai 2001


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