Gedichte

Kachelofe

Brüstle, Dieter
S’isch e rächt Sudelwetter un saukalt,
d’Fieß sin mied – han jetz gnueg vum Wald,
will hom i d’Stube a de Ofe hocke.
Der wartet scho un brumlet vor sich na,
wil ers gar nit lide mag,
wenn nämed do isch, den er gwärme ka.
En warme Ofe ohni Lit
isch wi e Uhre ohni Zit!
Blaue Kachle hät er un i de Mitt e Fenschter,
Stängle oberum zum Wesch uffhenke
un e Kuscht zum Hocke un zum Denke.
I schieb im no e Riswelle ni,
heb im min nasse Buckel na
un vergrab mi in mi selber.
Wan i sinnier, goht nämed nint a –
nu de Ofe loset, un wan er hört, des bhelt er.

Januar 2002


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