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Gedichte

Quelle

(Aus: D’Heimet uf em Wald, 1960)
Dief inne-n im Berg in christallene Gründe
rinnt Tröpfli um Tröpfi
uss Chlüfte-n un Schründe
in erzeni Schale im dämm'rige Schii
Do goht en Reige vu heimlige, liise,
traumseligvertröpflete uralte Wiise
durch grüendunkel felsigi Chammere hii.

Un Tröpfli um Tröpfli; si rinne-n un rinne
un ruusche-n un bruusche-n in heimligi Brünne
un finde sich zämm-n am moosige Grund.
Bis endlich in wurzleverhangene, diefe,
chüehlodmige Bergschooß e blangigis Riefe
fernabe vom föhnige Bode chunnt.
Do dränge-n un wuehle-n un wuehle-n un dränge
die Wasser sich zämme-n un riiße-n un sprenge
un breche die dämmerig felsigi Huet.
Un uf springt ins Liecht e bergchüehli Quelle,
trait 's Wachse-n un 's Werde vu sinere Schwelle;
trait 's Blüehje-n ins Land
un 's Brenne ins Bluet.

August 2006

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