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Basler Fähri

Kaiser, Johannes
’S große Basel stämmt sich mächtig
in die drängti Wassergwalt.
’S Bord uf wachse d’Hüüser trächtig,
d’Ärm wiit uf un d’Händ verchrallt.
Wie zwei chrummi Chnü verbiegt’s de Rhi –
’s Münschter mueß si hohle Buuch druf si.

Fährimaa, Fährimaa,
stoß di breite Weidlig a,
fiehr mi sicher über d’Fluet,
mach mer Muet.

Dunkli Auge warte däne
neume in ’re stumpfe Gaß,
lön mi Liib ans Lebe lehne,
ziehn mi Seel dur ’s Stundeglas.
Wie zwo Masken an de glatte Wand
fließen unsi Schatte inenand.

Fährimaa, Fährimaa,
stoß di breite Weidlig a,
weidli, fiehr mi über d’Fluet,
bis so guet.

Zwüsche dinn, am Rhibruckpfiiler
trau i miine Sinne chuum,
rueßig hör i d’Pfiifehüüler,
sihn e Larvegstalt im Schuum,
spür de Buckel ab e chalte Huuch –
un e Lebe fangt a singe in miim Buuch.


Fährimaa, Fährimaa,
stoß di breite Weidlig a,
loß di Rueder nomol schlenze
über d‘Grenze.


(1993)

April 1999
Kaiser, Johannes

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