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Neues zum Namen der Alemannen

Dr. Rudolf Post

In der Forschung zum Namen der Alemannen wurde bisher allgemein anerkannt, dass Alemannen als ,,alle Menschen”, ,,Gesamtheit der Menschen” zu deuten sei und zwar mit dem Tenor, dass es sich bei der Gesamtheit um einen Zusammenschluß verschiedener Gruppen handeln müsse. Diese Sicht wurde durch ein Zitat des byzantinischen Historikers Agathias gestützt, der sich auf einen Gewährsmann des 3. Jahrhunderts beruft, denn dieses sagt über die Alemannen, dass sie sich zusammengetan und untereinander vermengt hätten (zusammengespülte Menschen) und dass dies auch ihre Benennung ausdrücke. Ich selbst habe diese Meinung auch in meinem Beitrag im Sproch-Heftli I/II 2001, Seite 5 vertreten.

Nun kann durchaus auch eine andere Deutung möglich sein, wie ein gerade erschienener Beitrag des Saarbrücker Germanistikprofessors Wolfgang Haubrichs, einer der besten Kenner der spätantiken und frühalthochdeutschen Namenüberlieferung, darlegt. Denn bei dem Agathias-Gewährsmann kann es sich schon um eine sogenannte Volks-etymologie handeln, also um eine populäre Deutung eines Wortes, das man selbst in seinen ursprünglichen Bezügen nicht mehr durchschaut. So kann nach Haubrichs der erste Wortteil zu einem in den germanischen Sprachen gängigen Kompositionstypus *al(l)a- im Sinn von ,,voll, Ur-” gestellt werden, so dass der Name im Sinn von ,,Vollmenschen, Urmenschen” aufgefasst werden kann. Ob dies nun eine ziemlich selbstbewußte, ja egozentrische Selbstbezeichnung der Alemannen selbst war, dazu will sich Haubrichs nicht genau festlegen.

Genauere Informationen

Wer sich genauer mit dem Artikel, dessen Inhalt hier nur sehr vereinfacht dargestellt wurde, auseinandersetzen will, hier die genauen Angaben:

Wolfgang Haubrichs: Nomen gentis.
Die Volksbezeichnung der Alamannen.
In: Jürgen Jaerling u. a. (Hg.): Röllwagenbüchlein. Festschrift für Walter Röll zum 65. Geburtstag.
Tübingen: Niemeyer 2002, S. 19-42

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