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Früehligs-Müedigkeit

Böhler, Gertrud
I schpür de Früehlig in de Chnoche,
i bi so müed, i mag nüt due,
i glaub, i ha de Winderschlof
no drin, und d’Ofe-Bänkle-Hocker-Rueh.

I schpür, da mueß jetzt anderscht wärde,
i bruuch jetzt wieder neui Chraft,
i überleg, wa soll i mache?
I glaub, i drink Gälrüebli-Saft.

Er soll scho viile ghulfe ha,
Gälrüebli-Saft, de schwämmt de Dräck
und alles ander Lumpezüg
ghörig us diim Körper wäg.

I schpür de Früehlig in de Chnoche
uff eimol uff e anderi Wiis,
jetzt seh ich au da Früehligs-Lache,
d’Natur isch s’reinschti Paradies.

Und wa ich vorhär gar it gseh,
Baum und Blueme, chunterbunt,
wa ummefliegt und ummegrabblet,
mir jetzt bewußt in d’Auge chunnt.

Jetzt isch de Winter us de Chnoche,
de richtig Früehlig isch jetzt drin,
und i ha uff eimol wieder
e fröhlich Härz und heitere Sinn.

April 2003


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