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Der Burggeist von Hohenkrähen

Presser, Eduard
Daß hützutag noch Gspenster giet,
Des isch jo gwiß - ma brucht nit wiet -
Am Kraiherberg, do hommers jo,
Denn Poppeli ist all no do.

Es lauft in dunkler Nacht en Ma
Uff ebner Stroß, ma sieht ihm’s a,
Er hät wohl tief ins Gläsli guckt,
O wenn nu nit de Burggeist spuckt! 

Er chunnt vo Singe us de Stadt
Un lauft vo Huse gege Schlatt,
De Mond, der grad us Wolka bricht,
Der lachet mit em ganze Gsicht.

Jetzt chunnt de Poppeli zu dem Ma
Und denkt, der mueß en Führer ha,
Er führt e über Chrütz und Quer,
Zuerst uff ebner Stroß doher.

Druff goht’s dur Wies und Ackerland,
Zletzt hätt er’n no in Wald i bannt,
O arma Ma, wo laufscht du hi,
Vo zwölfi znacht bis umma drü?

Zletzt ghet er’n no in Grabe i
Do ischt der Burggeist zfride gsi,
De Ma hält jetzt e bizli Rascht,
Doch ischt er volla vo Morascht.
De Poppeli hätt is Füschtli glacht
De Mond e luschtig Gsichtli gmacht;
De Ma lauft jetzt sim Dörfli zua
Und au de Burggeist gaut zur Ruah.

September 2000


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