Seealemanne - Nejigkeite

An den Frühling - Gedicht von Alfred Heizmann

Willkommen, schöner Frühling,
du Wonne der Natur.
Ich schwinge meinen Lumpen
und putze meinen Flur.

Ei, ei, da bist du wieder,
du bist so lieb und schön.
Und ich häng hinterm Sofa,
wo Spinnenweben wehn.

Die Sonn am klaren Himmel
küßt wärmend Wies und Hain.
Ich sammle Zimtsternkrümel
und Erdnußreste ein.

Es murmelt leis die Quelle
der Liebe Lied in Silben,
und unter Schlafes Stelle
versammeln sich die Milben.

Doch horch, es singt die Katze
den ersten Sang der Liebe.
Ich klopfe die Matratze
und pfeif auf ihre Triebe.

Wenn Tulpe und Narzisse
das bunte Köpfchen streckt,
ist mir zum Ärgernisse
der Staubsauger verreckt.

Willkommen, schöner Frühling,
mit deinem trunknen Fieber.
Wenn ich nicht putzen müßte,
wärst du mir zehnmal lieber.

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