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Gedichte

Hoamweh

Schafbuch, Gottfried
(aus: Daheim auf der Baar)


Es liit e Städtli i de Boor,
mi Herz duet fescht dra hange.
O, Hoamet, du schtohscht all vor mier;
no dier duet's mech halt blange.

Din greäne Kerchdorm ischt min Droom,
ech hör all d' Glocke liite.
E Bim-bam-bum ganz khäb am Ohr
verzellt us Kinderziite.

Jetz hopset 's Bächli no zu mier,
es duet so luschtig bruddle.
Du Luuser, bischt min liebe Bue,
kumm, laß dech weng vernuddle.

Wa ischt mi Städtli hitt so nätt,
s' dont Weihrauchwölkli stiige.
Dor d' Strooß en Bluemedeppech goht
und Engel sieh ech fliige.

En Summerduft kunnt zmol doher, ...
's ischt Woazefeldersege.
Es bääberlet a's Feischter schtill
en linde Riiselräge.

Mi Stübli word zum Paradies,
im Schloof duet's d' Hoamet bringe
und d' Modder schliicht zu mier a's Bett;
... schloof wohl, ... hör ech si singe.

... Es scheicht de Morge fort min Droom,
und 's kunnt en Dag, en graue.
Oh Hoamet, lieb, du bischt so wiit,
ha ech i's Kissi g'schraue.

November 2007


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