Gedichte

D Zwetschge

Flügel, Hans
E Zwetschge hänget amene Ascht
mit dicke, blaue Backe,
so stolz isch sie, jo eitel faschd,
wies händ, die ohni Macke. 

Am gliiche Ascht, nu wiiter hine,
hängt no e Zwetschge, it so eitel,
die hät zwei Würm im Fruchtfleisch dinne
und au weng Schorf am Scheitel. 

Na, die trait d Nase gar it ho
und giit de ander ume:
„Etz due bigoscht nu it glii so
du keibe, iibild Pflume. 

Dich holet sie mol zum Versueche,
so schöe und riif wie d bisch
oder kummsch als Zwetschgekuche
zum Kaffee uf de Tisch. 

I aber lig no hüt do une
mit weichem Gras im Rucke
un lueg au no im Herbscht i d Sunne,
umschwärmd vu kleine Mucke.“ 
So isches i Gottsname ebe,
d Schönheit het no niemer gnutzt,
doch wer lang Würm hät, ka lang lebe,
d Hoffahrt hät scho mengisch buzt.

August 2001

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