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Gedichte

Kaibe Fliege

Loy, Mariele
(aus: Mundart-Wettbewerb 2004 von BZ/SWR/MSG)

De Babbe legt zum Mittagsschlof
sich hi uf s Kanapee.
Des hät am Fenster in de Stube
e kleini Fliege gseh.
Si denkt: „De Ma, de hät jetzt Zit
mit mir eweng zue Spiele.
Zerscht hock mi uf sii Stirne druf
un due dert kurz verwiile.“
De Babbe wischt des Tierli weg
un legt de Arm uf d Stirni,
macht Auge zue un numme Schlof
isch in siim Hirni.

Des Mickli luegt, wo in dem Gsicht
en andre Platz vohande.
Un scho tuet s uf de Nasespitz
ganz sachte, sachte lande.
De Schläfer knurrt un schnuuft gar fescht
dur d Nase un dur s Muul.
Er dät jo gern die Muck verjage,
doch dozue isch er z fuul.
„Ja hoppla do zieht s aber fescht,
was isch des für en Wind?
Do blieb i nimmi länger hocke,
ich flieg zum Ohr ganz gschwind.“

„Dunderwetter noch emol,
jetzt loss mer doch mi Rueh!“
Er drillet sich uf die linki Site
un macht d Auge wiider zue.
-sss- des Mickli schwirrt
grad überm Ohr, em rechte,
-sss- drei Runde drillt s
un als es dann hät lade möchte,
do knallt im Babbe sini Hand
ganz heftig uf sii Backe,
die isch devu im Nu knallrot,
mr meint, de hät e Macke.

„Mensch toll, jetz wacht er endlig uf
jetz han en doch so wit,
daß er mit Schloofe ufhört,
spiilt fangis mit mr mit.“
D Decki zieht er über d Kopf,
er duet sich schiir verrenke,
un meint, jetz hät er bschtimmt si Rueh,
mr ka-n ihm s nit verdenke.
„Oha, Versteckis mache mr jetz,
hä, do bin ich debi.
Lueg, dert isch au de Elleboge,
dert flieg ich waidli hi.“

„Herrschaftstitte, jetz isch Schluß,
jetz goht s dr an de Krage!“
Er springt uf un duet wie wild
s Mickli umenander jage.
„Hei, wie isch des scheen un luschtig,
ich ha so viil Spass debi,
due  dr vor de Nase tanze –
pass dich uf, machsch mi noch hi!“
Batsch, d Händ klatsche heftig zämme:
„So jetz bisch kaputt!
Herrschaft, nai, do fliegt des Viih no
unveseht mit heiler Hutt.

„So, hit längt s für uns zwei beidi,
doch morn, do bin ich wiider do
hock mich jetz in d Kuchi use,
mueß mi erscht verschnufe lo.“
„Endlich isch si furt,
jetz kann i hoffe,
daß i noch e halbes Stündli
kumm zum Schlofe.“
Doch kum hät er sich
an dere Ruih ergetzt,
kunnt de Max, siin Jüngste
in d Stube ine gwetzt
un blaret. „Babbe, d Mamme hät gsait
ich soll dich endlich wecke,
de häsch jetz lang gnue gschlofe,
stand uf un schniid d Hecke!

September 2005

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