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Regenacht

Gäng, Richard
(aus: De Sunntigmorge)

Es isch e fistri Regenacht,
i lig im Bett un bi verwacht,
kchei Sterndli will mr schine.
De Sturm würft Rege an e Wand,
es scharrt en Ast dra wien e Hand,
as weti öber ine.

I sieh, wies dusse d Stude duckcht
un d Obstbaim tief uf d Matte buckcht,
e Wehri ghör i brusche.
Wie wahlet d Wulche tief und noh,
en Kchuntenend schint au de Mo,
un alli Wälder ruschet!

Min früehnre Schatz stoht wider do,
des Hexli isch dur d Mure cho,
es isch mir untreu worde.
Jetz wüehlt de Sturm i Lib und Herz,
druckcht d Baim und d Blueme bodewärts,
es isch e grusig Morde.

Es wahlt dur mi e Wulchemeer.
Wie gäutscht und sprützt mi Seelemeer!
s goht alles druf und drunter.
I wüsch, si möchti wider cho,
dro schinti scho de heiter Mo.
Jo, d Liebi isch e Wunder.
 

Juli 2007


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