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Ferni un Nööchi

Sättele, Paul
(aus: Markgräfler Trüübel)

Uf alle Stroße triibe
Un in kem Örtli bliibe
Un wandre frei in d Welt:
So hätt i s möge liide,
So wär uf Erde niide
My Wunsch un Wille gstellt.

Jetz hock i in der Engi,
Do isch die Wit un Längi
Uf eimol zsämmegschrumpft.
Vier Muure un e Dächli
Die bschließe jetz my Sächli,
Die häm my abetrumpft.

Doch do längt mit sym Dolder
E blüehjigwiße Holder
An s Hüüslifenschter uf'.
Do stoht my Huus in Düfte,
Do summt es in de Lüfte
Vo Immli druf un druf.

Un macht my d Ferni stunnig,
So bringt mer d Nööchi Hunig
Un Blüeteduft für s Gmüet.
Blau-Tubakwülchli schwebe
Im Sunnegold dur d Räbe ...
Un s Fernweh flüeglet müed.

 

September 2008


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